Geschichte


Geschichte des Kriegervereins Cappeln

Der Kriegerverein Cappeln wurde am 04 . März 1905 als Oldenburger Kriegerverein mit 71 Mitgliedern gegründet .
1. Vorsitzender war damals B. Engelke , Tenstedt , das Amt des 2. Vorsitzenden hatte G. Jaspers , Cappeln , inne . Schriftführer war B. Kellermann und Kassenwart B. Backhaus . Noch im gleichen Jahr erfolgte die Anschaffung einer Vereinsfahne . Es war ein kostbares Stück und kostete damals schon 800 Goldmark . Bei traurigen und freudigen Anlässen , bei Amtsverbands- und Bundeskriegerfesten , beim Kriegsausbruch 1914 , bei Begräbnissen gestorbener und gefallener Kameraden wurde sie dem Verein vorangetragen , 40 Jahre lang .Beim Einzug der feindlichen Truppen verschand die Fahne .
Als erste Kriegskameradschaft Südoldenburgs fanden sich dann die alten Soldaten aus Cappeln wieder zusammen . Die Fahne blieb jedoch verschwunden . Eine neue wurde angeschafft.
Und nun geschah folgendes : Eine junge Dame aus Vechta verlobte sich mit einem Engländer und fuhr mit ihrem Vater nach England . Der Schwiegervater der Vechtaerin nahm einen Tag vor der Hochzeit an einem Herrenessen teil , bei dem er einen Bekannten davon erzählte , daß sein Sohn ein Mädchen aus Oldenburg heirate . Sein Bekannter , ein Bankdirektor , kannte Oldenburg auch recht gut . Er war der ehemalige Soldat , der die Fahne aus Cappeln ,, verwahrte " . Woher denn die Schwiegertochter komme , war seine Frage . ,, Von Vechta " war die Antwort . Da erzählte der ehemalige Soldat die Geschichte von der Fahne und bat den Gast aus Vechta , dieses Erinnerungsstück wieder den rechtmäßigen Besitzern zurückzubringen . So kam die Fahne am 25 . Oktober 1959 zurück nach Cappeln , wo die Kriegskameradschaft Cappeln in der Vorhalle des Gemeindebüros mit ihrer neuen Fahne angetreten war , um die alte wieder feierlich in Empfang zu nehmen . Anschließend maschierte man zum Vereinslokal Varelmann , wo die alte Fahne ihren Ehrenplatz neben der neuen gefunden hat . Das war im Jahr 1959 .
Im Jahre 1955 jedoch , genauergesagt am 29. Juli , wurde der Kriegerverein neu gegründt , weil er im Kriege verboten und aufgelöst war . Die Neugründer waren B. Kaiser , Hans Varelmann und Aloys Nilling , die zugleich auch den Vorstand bildeten .
Heute verfügt die Kameradschaft über viele aktive Mitglieder , die am Schießsport seit langer Zeit von sich reden machen .Viele wertvolle Plaketten und Pokale haben sie in ihrem Vereinslokal ausgestellt .

(Quelle : Zeitungsartikel der MT )


Geschichte des Kyffhäuser Bundes

1786 fand die Festlegung der ersten Statuten in Wangerin statt . Als Zeichen seiner Anerkennung verlieh Friedrich II. ihnen die Fahne ihres Regiments mit dem königlichen Wappen . Es wurden , drei Jahre vor der französischen Revolution (1789) , die Grundsätze Gleichheit , Brüderlichkeit und Kameradschaft in den Statuten für eine soziale Bürgerinitiative festgeschrieben .

1900 wurde der ,,Kyffhäuserbund " unter seinem heutigen Namen gegründet und umfasste alle Generationen ehemaliger Soldaten in Deutschland .

1919 wurde der Generalfeldmarschall von Hindenburg Ehrenpräsident des Kyffhäuserbundes . Als im Jahre 1932 Hitler und Generalfeldmarschall von Hindenburg als Reichspräsident kandidierten , rief der Präsident des Kyffhäuserbundes die Mitglieder auf , ihren Ehrenpräsidenten von Hindenburg als einzigen Kandidaten der demokratischen Partei zu wählen .

Das Kyffhäuser Denkmal

1888 wurde dazu aufgerufen , Kaiser Wilhelm I. nach seinem Tod ein Denkmal als Symbol deutscher Einheit im Kyffhäusergebirge zu errichten . Die Bausumme von 1,5 Millionen Mark wurde durch Sammlung der Kriegervereine in Deutschland aufgebracht . 1896 wurde das Denkmal eingeweiht .Es löste eine starke Einigungsbewegung aus .
Das Kyffhäuser-Denkmal als Symbol des Bundes steht seit der Vereinigung beider deutscher Staaten wieder inmitten Deutschlands . Es bleibt Mahnmal für Frieden , Freiheit und die Einheit Deutschlands . Mit dem Blick auf Europa geht der Kyffhäuserbund in das 3.Jahrhundert seiner Tradition .

Heute ist der Kyffhäuser Bund ein moderner Volksbund .

Der Kyffhäuserbund pflegt die Kameradschaft , fördert die staatsbürgerliche Weiterbildung seiner Mitglieder und setzt sich für alle Soldaten ein , die mit Überzeugung der Erhaltung des Friedens und der Freiheit gedient haben .
Die Jugendarbeit ist für uns wichtig , auch junge Menschen bekennen sich zu den Idealen des Kyffhäuserbundes . Die Pflege und Förderung des Sports auf allen Gebieten und insbesondere der Schießsports als interesante Freizeitbeschäftigung ist eine weitere Aufgabe der örtlichen Kameradschaften .
Schießsportwettkämpfe bis zur Bundesebene sorgen für sporliche Anerkennung unserer Arbeit . Der Kyffhäuserbund nimmt sich besonders in den dörflichen Gemeinschaften der Erhaltung und Pflege des Brauchtums und des Gemeinschaftslebens an . In der Zusammenarbeit mit aktiven und ehemaligen Soldaten und durch seine Reservistenarbeit ist der Kyffhäuserbund Träger soldatischer Tradition .
In der politischen Einheit Europas liegt auch künftig ein besonderer Schwerpunkt . Der Kyffhäuserbund ist Mitglied in nationalen und europäischen Vereinigungen ehemaliger und aktiver Soldaten . Er sucht das Gespräch zur Versöhnung und Verständigung mit den ehemaligen Kriegsgegnern . So pflegt er enge Kontakte z.B. zu französischen und amerikanischen Vereinigungen und in jüngster Zeit auch mit osteuropäischen und russischen Soldatenverbänden.

( Quelle : Kyffhäuserbund e.V.)